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Hesekiel 3

Studie

   

1 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, iß, was vor dir ist, iß diesen Brief, und gehe hin und predige dem Hause Israel!

2 Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief zu essen

3 und sprach zu mir: Du Menschenkind, du mußt diesen Brief, den ich dir gebe, in deinen Leib essen und deinen Bauch damit füllen. Da ich ihn, und er war in meinem Munde so süß wie Honig.

4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause Israel und predige ihnen meine Worte.

5 Denn ich sende dich ja nicht zu einem Volk, das eine fremde Rede und unbekannte Sprache hat, sondern zum Hause Israel;

6 ja, freilich nicht zu großen Völkern, die fremde Rede und unbekannte Sprache haben, welcher Worte du nicht verstehen könntest. Und wenn ich dich gleich zu denselben sendete, würden sie dich doch gern hören.

7 Aber das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich selbst nicht hören; denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte Herzen.

8 Siehe, ich habe dein Angesicht hart gemacht gegen ihr Angesicht und deine Stirn gegen ihre Stirn.

9 Ja, ich habe deine Stirn so hart wie ein Demant, der härter ist denn ein Fels, gemacht. Darum fürchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor ihnen, daß sie so ein ungehorsames Haus sind.

10 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse zu Herzen und nimm sie zu Ohren!

11 Und gehe hin zu den Gefangenen deines Volks und predige ihnen und sprich zu ihnen: So spricht der HERR HERR! sie hören's oder lassen's.

12 Und ein Wind hob mich auf, und ich hörte hinter mir ein Getön wie eines großen Erdbebens: Gelobt sei die Herrlichkeit des HERRN an ihrem Ort!

13 Und war ein Rauschen von den Flügeln der Tiere, die aneinander schlugen, und auch das Rasseln der Räder, so hart bei ihnen waren, und das Getön eines großen Erdbebens.

14 Da hob mich der Wind auf und führte mich weg. Und ich fuhr dahin in bitterem Grimm, und des HERRN Hand hielt mich fest.

15 Und ich kam zu den Gefangenen, die am Wasser Chebar wohnten, gen Thel-Abib, und setzte mich zu ihnen, die da saßen, und blieb daselbst unter ihnen sieben Tage ganz traurig.

16 Und da die sieben Tage um waren, geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:

17 Du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel; du sollst aus meinem Munde das Wort hören und sie von meinetwegen warnen.

18 Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mußt des Todes sterben, und du warnst ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem Gottlosen Wesen hüte, auf daß er lebendig bleibe: so wird der Gottlose um seiner Sünde willen sterben; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.

19 Wo du aber den Gottlosen warnst und er sich nicht bekehrt von seinem Gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Sünde willen sterben; aber du hast deine Seele errettet.

20 Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet und tut Böses, so werde ich ihn lassen anlaufen, daß er muß sterben. Denn weil du ihn nicht gewarnt hast, wird er um seiner Sünde willen sterben müssen, und seine Gerechtigkeit, die er getan, wird nicht angesehen werden; aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.

21 Wo du aber den Gerechten warnst, daß er nicht sündigen soll, und er sündigt auch nicht, so soll er leben, denn er hat sich warnen lassen; und du hast deine Seele errettet.

22 Und daselbst kam des HERRN Hand über mich, und er sprach zu mir: Mache dich auf und gehe hinaus ins Feld; da will ich mit dir reden.

23 Und ich machte mich auf und ging hinaus ins Feld; und siehe, da stand die Herrlichkeit des HERR daselbst, gleichwie ich sie am Wasser Chebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.

24 Und ich ward erquickt und trat auf meine Füße. Und er redete mit mir und sprach zu mir: Gehe hin und verschließ dich in deinem Hause!

25 Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich damit binden, daß du nicht ausgehen sollst unter sie.

26 Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, daß du verstummen sollst und nicht mehr sie Strafen könnest; denn es ist ein ungehorsames Haus.

27 Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, daß du zu ihnen sagen sollst: So spricht der HERR HERR! Wer's hört, der höre es; wer's läßt, der lasse es; denn es ist ein ungehorsames Haus.

   

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Himmlische Geheimnisse # 9807

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9807. „Und seine Söhne mit ihm“, 2 Mose 28:1, bedeutet das aus dem göttlich Guten hervorgehende göttlich Wahre.

Dies erhellt aus der Bedeutung der Söhne, insofern sie Wahrheiten bezeichnen, worüber Nr. 489, 491, 533, 1147, 2623, 2803, 2813, 3373, 3704. Hier das aus dem göttlich Guten des Herrn hervorgehende göttlich Wahre, weil es die Söhne Aharons waren und durch Aharon als Hohepriester der Herr in Ansehung des göttlich Guten vorgebildet wurde, wie gleich oben gezeigt worden ist.

Die Söhne bezeichnen aber Wahrheiten, weil alles im Worte dem inneren Sinne nach geistig ist und Söhne im geistigen Sinn diejenigen sind, die vom Herrn von neuem geboren werden, also die in den Wahrheiten aus dem Guten sind, folglich, wenn von den Personen abgesehen wird, die Wahrheiten selbst aus dem Guten. Diese sind es daher, die durch die Söhne Gottes, die Söhne des Königs und die Söhne des Reiches im Worte verstanden werden. Sie sind auch wirklich Söhne der neuen Geburt oder der Wiedergeburt. Das Wahre und Gute bei dem wiedergeborenen oder durch den Herrn von neuem geborenen Menschen verhält sich auch ganz so wie Familien, die in weiter und langer Reihenfolge von einem Vater (abstammen). Es gibt Wahrheiten, die bei ihm Söhne und Töchter, Enkel und Enkelinnen, Schwiegersöhne und Schwiegertöchter und so die Verwandtschaften mehrerer Grade und Geschlechter darstellen. Die Wahrheiten und das Gute, die in solcher Weise geordnet sind, sind im geistigen Sinn Söhne, Töchter, Enkel, Enkelinnen, Schwiegersöhne, Schwiegertöchter, kurz Verwandtschaften verschiedenen Grades und verschiedener Gattung.

Daß die geistigen Geburten in solcher Ordnung sind, wurde (mir) durch lebendige Erfahrung gezeigt und zugleich gesagt, daß die Wahrheiten und das Gute bei dem wiedergeborenen Menschen deshalb in solcher Ordnung sind, weil die Engelsgesellschaften im Himmel sich in einer solchen befinden und das Wahre und das Gute beim Menschen jenen Gesellschaften entspricht. Und deswegen ist auch der Mensch, dessen Wahres und Gutes in solcher Entsprechung ist, ein Himmel in kleinster Form. Wer da weiß, daß die Söhne Wahrheiten und die Töchter Gutes bedeuten, kann mehrere Geheimnisse im Wort, besonders in dem prophetischen sehen, die außerdem verborgen bleiben würden, so auch, was im besonderen unter dem Menschensohn verstanden wird, wie Sich der Herr so oft im Worte nennt. Daß darunter das von Seinem Göttlich-Menschlichen hervorgehende göttlich Wahre zu verstehen ist, erhellt aus den Stellen, wo Er so genannt wird, die ich anführen darf, damit zugleich bestätigt werde, daß der Sohn das Wahre bedeutet:

Johannes 12:34-36: „Das Volk sprach zu Jesus: Wie sagst Du, daß des Menschen Sohn muß erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? Jesus antwortete ihnen: Noch eine kleine Weile ist das Licht bei euch; wandelt, solange ihr das Licht habt, damit nicht die Finsternis euch überfalle; dieweil ihr das Licht habt, glaubet an des Licht, damit ihr Söhne des Lichtes werdet“.

Hieraus erhellt, daß durch Menschensohn das gleiche wie durch Licht bezeichnet wird, denn als sie fragten, wer dieser Menschensohn sei, antwortete der Herr, daß Er selbst das Licht sei, an das sie glauben sollten. Daß das Licht das göttlich Wahre bedeutet, sehe man in den Nr. 9548, 9684 angeführten Stellen; also auch der Sohn des Menschen.

Lukas 6:22: „Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen um des Menschensohnes willen“: um des Menschensohnes willen heißt, um des göttlich Wahren willen, das vom Herrn ausgeht. Das göttlich Wahre ist das Ganze des Glaubens und der Liebe an den Herrn, und um dessen willen gehaßt werden, ist Seligkeit.

Lukas 17:22: „Es wird die Zeit kommen, wo ihr sehr verlangen werdet, einen der Tage des Menschensohnes zu sehen, aber ihr werdet ihn nicht sehen; alsdann wird man euch sagen: Siehe hier oder: siehe, da ist er; gehet nicht hin und folget nicht“: sehr verlangen, einen der Tage des Menschensohnes zu sehen heißt, einen der Zustände des göttlich Wahren, das echt ist, (herbeiwünschen). Es wird hier vom Ende der Kirche gehandelt, wenn kein Glaube mehr da ist, weil keine Liebtätigkeit. Zu dieser Zeit wird alles echte göttlich Wahre zugrunde gehen. Und weil das göttlich Wahre durch den Sohn des Menschen bezeichnet wird, darum wird gesagt: „Dann wird man euch sagen: Siehe hier oder siehe, dort ist es; folget aber nicht“, was vom göttlich Wahren des Herrn, nicht aber vom Herrn selbst gesagt werden kann.

Lukas 18:8: „Wenn der Menschensohn kommt, wird Er wohl Glauben finden auf Erden?“: wenn das göttlich Wahre aus dem Himmel wird offenbart werden, so wird man es nicht glauben. Der Menschensohn ist auch hier der Herr in Ansehung des göttlich Wahren oder das vom Herrn ausgehende göttlich Wahre. Die Ankunft des Herrn ist die Offenbarung des göttlich Wahren am Ende der Kirche.

Matthaeus 24:27, 30: „Wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, so wird auch sein die Ankunft des Menschensohnes. Alsdann wird das Zeichen (desselben) erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde und werden kommen sehen den Menschensohn in den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit“: die Ankunft des Menschensohnes bedeutet die Offenbarung des göttlich Wahren am Ende des Zeitlaufes, d.h. am Ende der Kirche. Alle Stämme der Erde, die dann wehklagen werden bedeutet: alles Wahre und Gute des Glaubens und der Liebe von dem Herrn und somit an den Herrn in ihrer Zusammenfassung. Die Wolken des Himmels, auf denen Er kommen wird, bedeuten den Buchstabensinn des Wortes. Die Macht und Herrlichkeit ist der innere Sinn, in dessen Innerstem vom Herrn allein gehandelt wird. Das weitere hierüber sehe man erklärt Nr. 4060. Matthaeus 26:64: „Ich sage euch, von nun an werdet ihr sehen des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels“.

Lukas 22:69: „Von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der Kraft Gottes“: der Sohn des Menschen bedeutet das vom Herrn ausgehende göttlich Wahre, sitzen zur Rechten der Kraft bedeutet, daß Er alle Macht habe, denn das göttlich Gute hat Allmacht durch das göttlich Wahre. Daß es heißt: „von nun an würden sie es sehen“ bedeutet, daß das göttlich Wahre in Seiner Allmacht war, als der Herr in der Welt die Höllen besiegt und alles in diesen und in den Himmeln in Ordnung gebracht hatte; und daß so diejenigen beseligt werden konnten, die Ihn durch Glauben und Liebe aufnehmen würden; man sehe Nr. 9715. Daß das Sitzen zur Rechten die Allmacht bezeichnet, sehe man Nr. 3387, 4592, 4933 E, 7518, 8281, 9133; daß das Gute alle Macht durch das Wahre hat: Nr. 6344, 6423, 8304, 9327, 9410, 9639, 9643; daß die göttliche Macht selbst das göttlich Wahre ist: Nr. 9648; die Wolken, auf denen der Menschensohn, d.h. das göttlich Wahre kommen wird, bedeuten das Wort im Buchstabensinn: Vorrede zu

1. Mose Kapitel 18, Nr. 4060, 4391, 5922, 6343, 6752, 8443, 8781; und die Herrlichkeit bedeutet das göttlich Wahre selbst, wie es im inneren Sinn des Wortes beschaffen ist: Vorrede zu 1. Mose Kapitel 18, Nr. 4089, 5922, 8267, 9429. Hieraus kann man nun erkennen, was durch Folgendes in der Offenbarung bezeichnet wird:

Offenbarung 14:14: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß Einer, der dem Menschensohne glich und auf Seinem Haupte eine goldene Krone hatte“.

Daniel 7:13: „Ich sah in nächtlichen Gesichten und siehe, mit den Wolken der Himmel kam Einer wie ein Menschensohn“.

Johannes 5:27: „Der Vater hat Ihm auch gegeben, das Gericht zu halten, weil Er der Menschensohn ist“: weil das Gericht durch das göttlich Wahre geschieht, darum wird gesagt, daß es dem Herrn gegeben worden sei, das Gericht zu halten, weil Er der Menschensohn ist, wie gesagt: das göttlich Wahre. Der Vater, von dem es ausgeht, ist das göttlich Gute: Nr. 2803, 3704, 7499, 8328, 8897. Weil es Sache des göttlich Wahren ist, das Gericht zu halten, darum heißt es: „Wenn der Menschensohn kommen wird, dann wird Er sitzen auf dem Throne Seiner Herrlichkeit“: Matthaeus 19:28; 25:31; und ferner, „der Menschensohn wird geben einem jeden nach seinen Werken“: Matthaeus 16:27. Matthaeus 13:37, 38: „Der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Same bedeutet die Söhne des Reiches, das Unkraut hingegen die Söhne des Bösen“: Der gute Same ist das göttlich Wahre, daher wird gesagt, daß der Menschensohn ihn säe. Die Söhne des Reiches sind die göttlichen Wahrheiten im Himmel und in der Kirche, denn der Sohn bedeutet das Wahre: Nr. 489, 491, 533, 1147, 2623, im entgegengesetzten Sinn aber das Falsche, das auch der Sohn des Bösen ist. Das Reich ist der Himmel, wie auch die Kirche.

Johannes 3:13: „Niemand fährt zum Himmel auf, außer der, welcher vom Himmel herabgekommen ist, der Sohn des Menschen, der in den Himmeln ist“. Daß der Sohn des Menschen das göttlich Wahre in den Himmeln bedeutet, geht deutlich hieraus hervor, denn dieses kommt vom Himmel herab und führt zu dem Himmel empor; weil niemand zum Himmel aufsteigen kann, wenn nicht das göttlich Wahre vom Himmel zu ihm herabgekommen ist, denn der Einfluß ist vom Göttlichen, nicht aber umgekehrt.

Weil der Herr das Wahre ist, darum nennt Er sich den Sohn des Menschen, der in den Himmeln ist:

Matthaeus 8:20: „Des Menschen Sohn hat nicht, wo Er Sein Haupt hinlege“: des Menschen Sohn bedeutet das göttlich Wahre; nicht haben, wo Er sein Haupt hinlege, bedeutet, daß kein Ort irgendwo oder bei irgendeinem Menschen zu damaliger Zeit (für dasselbe war).

Daß des Menschen Sohn leiden müsse und getötet werde: Matthaeus 17:12, 22; 20:18; 26:2, 24, 45; Markus 8:31; 9:12, 31 und anderwärts schließt in sich, daß auf solche Weise mit dem göttlich Wahren verfahren worden sei, folglich mit dem Herrn, der selbst das göttlich Wahre war, was Er auch selber sagt:

Johannes 14:6: „Ich bin der Weg, und die Wahrheit, und das Leben“.

Jeremia 49:18, 33: „Nicht wird darin wohnen ein Mann, noch in ihr verweilen ein Menschensohn“.

Jeremia 51:43: „In den Städten wird kein Mann wohnen, und kein Menschensohn wird sie durchschreiten“: wer den geistigen Sinn des Wortes nicht kennt, glaubt, daß unter den Städten hier Städte verstanden werden und unter dem Mann wie auch unter Menschensohn ein Mann und ein Sohn, und daß die Städte so verödet werden sollten, daß niemand in ihnen (lebe); allein es ist der Zustand der Kirche in betreff der Lehre des Wahren, der durch diese Dinge beschrieben wird; denn die Städte bedeuten die Lehrbestimmungen der Kirche; man sehe Nr. 402, 2449, 3216, 4492, 4493; der Mann bedeutet das eigentliche Wahre derselben, verbunden mit dem Guten: Nr. 3134, 7716, 9007; also ist der Menschensohn das Wahre.

Weil durch den Menschensohn das vom Herrn ausgehende göttlich Wahre bezeichnet wird, darum wurden auch die Propheten, durch die es offenbart wurde, Menschensöhne genannt, wie z.B. Daniel 8:17; Ezechiel 2:1, 3, 6, 8; 3:1, 3, 4, 10, 17, 25; 4:1, 16; 8:5, 6, 8, 12, 15; 12:2, 3, 9, 18, 22, 27 und an mehreren anderen Stellen.

Wie die meisten Ausdrücke im Wort einen entgegengesetzten Sinn haben, so auch die Bedeutung des Menschensohnes, der in diesem Sinn das dem Wahren entgegengesetzte Falsche bedeutet, wie

Jesaja 51:12: „Wer bist du doch, daß du dich fürchtest vor einem Menschen, der stirbt, und vor einem Menschensohn, der wie Gras hingegeben wird“: Menschensohn, hingegeben wie Gras, bedeutet das Wißtümliche, durch welches das Falsche (entsteht).

Psalm 146:3: „Vertrauet nicht auf Fürsten und nicht auf einen Menschensohn, in dem kein Heil ist“: die Fürsten bedeuten die Hauptwahrheiten: Nr. 2089, 5044, also im entgegengesetzten Sinn das ärgste Falsche; und der Menschensohn bezeichnet das Falsche selbst.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.

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Himmlische Geheimnisse # 9715

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9715. „Schittimholz“, 2 Mose 27:1, bedeutet die Gerechtigkeit.

Dies erhellt aus der Bedeutung des Schittimholzes, insofern es das Gute des Verdienstes und der Gerechtigkeit bezeichnet, die dem Herrn allein gehört, worüber Nr. 9472, 9486. Was die Gerechtigkeit und das Verdienst ist, die dem Herrn allein gehören, soll nun hier gesagt werden:

Man glaubt, der Herr habe sich Verdienst und Gerechtigkeit dadurch erworben, daß Er das ganze Gesetz erfüllte, und daß Er durch das Leiden am Kreuze das menschliche Geschlecht erlöste. Allein dies wird nicht unter der Gerechtigkeit und unter dem Verdienste des Herrn im Worte verstanden, sondern unter seinem Verdienste und seiner Gerechtigkeit wird verstanden, daß Er allein mit allen Höllen kämpfte und sie unterwarf und dadurch alles in den Höllen in Ordnung brachte, und dann zugleich auch alles in den Himmeln.

Bei jedem Menschen befinden sich nämlich Geister aus der Hölle und Engel aus dem Himmel; der Mensch könnte ohne dieselben gar nicht leben. Wenn aber nicht die Höllen vom Herrn unterjocht und die Himmel in Ordnung gebracht worden wären, so hätte kein Mensch erlöst (selig) werden können. Dies konnte nur durch Sein Menschliches geschehen, nämlich durch Kämpfe mit jenen aus Seinem Menschlichen. Und weil der Herr dieses aus eigener Macht, somit allein vollbrachte, darum hat der Herr allein Verdienst und Gerechtigkeit; und daher ist Er es allein, der noch jetzt beim Menschen die Höllen besiegt; denn wer sie einmal besiegt hat, der besiegt sie in Ewigkeit.

Deswegen hat der Mensch gar kein Verdienst und keine Gerechtigkeit, sondern das Verdienst und die Gerechtigkeit des Herrn wird ihm zugerechnet, wenn er anerkennt, daß er nichts aus sich hat, sondern alles aus dem Herrn. Daher kommt es, daß der Herr allein den Menschen wiedergebären kann, denn den Menschen wiedergebären heißt, die Höllen von ihm wegtreiben und somit das Böse und Falsche, das aus den Höllen ist, und an ihrer Statt den Himmel einpflanzen, d.h. das Gute der Liebe und das Wahre des Glaubens: denn dies macht den Himmel.

Durch beständige Kämpfe mit den Höllen verherrlichte der Herr auch Sein Menschliches, d.h. Er machte es göttlich; denn so wie der Mensch durch Kämpfe, die Versuchungen sind, wiedergeboren wird, so wurde der Herr durch Kämpfe, die Versuchungen waren, verherrlicht. Daher ist die Verherrlichung des Menschlichen des Herrn aus eigener Macht auch Sein Verdienst und Seine Gerechtigkeit, denn durch sie wird der Mensch erlöst (selig gemacht), weil durch sie alle Höllen in Ewigkeit vom Herrn unterworfen gehalten werden.

Daß es so ist, erhellt aus den Stellen im Wort, wo vom Verdienste und der Gerechtigkeit des Herrn gehandelt wird, wie bei

Jesaja 63:1-8: „Wer ist der, der aus Edom kommt, mit besprengten Kleidern aus Bozra, einhergehend in der Größe Seiner Kraft? Ich bin es, der Ich rede in Gerechtigkeit, groß (mächtig) zu erretten. Warum sind so gerötet Deine Kleider, und Deine Kleider wie eines Keltertreters? Die Kelter habe Ich allein getreten, und von den Völkern war niemand mit Mir; darum zertrat Ich sie in Meinem Zorn; deshalb spritzte ihre Kraft auf Meine Kleider und habe Ich Mein ganzes Gewand befleckt; denn ein Tag der Rache war in Meinem Herzen, und das Jahr Meiner Erlösten war gekommen. Ich schaute umher, aber da war kein Helfer; Ich staunte, aber niemand war, der (Mich) unterstützte; darum verschaffte Mir Heil (Sieg) Mein Arm, und Mein Zorn unterstützte Mich; und Ich zertrat die Völker in Meinem Zorn und schüttete ihre Kraft auf die Erde; dadurch ist Er ihr Heiland (Erlöser) geworden“: daß dies in bezug auf den Herrn gesagt wurde, ist bekannt. Seine Kämpfe mit den Höllen werden dadurch beschrieben, daß Er Seine Kleider besprengte, daß Seine Kleider gerötet waren, und daß Seine Kleider waren wie die eines Keltertreters, und durch den Tag der Rache. Seine Siege und die Unterjochungen der Höllen werden dadurch beschrieben, daß Er sie zertrat in seinem Zorne, wodurch ihre Kraft auf Seine Kleider gesprengt wurde, daß Er die Völker zertrat im Zorn und ihre Kraft auf die Erde schüttete. Daß der Herr dies aus eigener Macht tat, wird dadurch beschrieben, daß Er die Kelter alleine trat und von den Völkern niemand mit Ihm war, daß Er umherschaute und kein Helfer da war; daß Er staunte, aber niemand Ihn unterstützte; daß Sein Arm Ihm den Sieg verschaffte. Daß dadurch das Heil (der Menschen) bewirkt wurde, wird dadurch beschrieben, daß Er einherging in der Größe Seiner Kraft, mächtig zu erlösen; daß das Jahr seiner Erlösten gekommen war, und daß Er dadurch zu ihrem Heiland (Erlöser) geworden.

Daß dies alles zur Gerechtigkeit gehört, zeigt sich noch deutlicher in einer anderen Stelle, bei

Jesaja 59:16, 17: „Er sah, und kein Mann war da, und Er staunte, daß keiner ins Mittel trat, darum verschaffte Ihm Heil (Sieg) Sein Arm, und Seine Gerechtigkeit unterstützte Ihn; darum zog Er Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm des Heils auf Sein Haupt. Er zog an die Kleider der Rache und bedeckte Sich mit Eifer wie mit einem Gewande“.

Jesaja 51:5: „Nahe ist Meine Gerechtigkeit, Mein Heil ist ausgegangen, und Meine Arme werden die Völker richten; auf Mich werden die Inseln hoffen und auf Meinen Arm ihr Vertrauen setzen“: der Arm, der Ihm Heil (Sieg) verschaffte und auf den sie ihr Vertrauen setzen, bedeutet Seine eigene Macht, durch die Er die Höllen unterjochte. Daß der Arm die Macht bezeichnet, sehe man Nr. 4932, 7205. Hieraus erhellt, was die Gerechtigkeit und was das Verdienst ist, das allein dem Herrn angehört.

Jesaja 41:2: „Wer hat den von Osten (vom Aufgang) erweckt, dem Gerechtigkeit begegnet auf Seinen Tritten? Wer unterwirft die Völker vor Ihm, und läßt Ihn herrschen über Könige?“

Jesaja 45:13: „Ich habe nahe herbeigebracht Meine Gerechtigkeit, sie ist nicht ferne. Mein Heil wird nicht säumen“.

Jesaja 61:10: „Jehovah hat mich angezogen mit Kleidern des Heils, mit dem Mantel der Gerechtigkeit hat Er mich bedeckt“.

Psalm 71:15, 16, 18, 19, 24: „Mein Bund soll verkünden Deine Gerechtigkeit, den ganzen Tag Dein Heil; ich weiß sie nicht aufzuzählen; ich will gedenken Deiner Gerechtigkeit; verlaß mich nicht, bis ich verkündet habe Deinen Arm, Deine Stärke, denn Deine Gerechtigkeit reicht bis zur Höhe, der Du große Dinge getan hast“.

Jeremia 23:5, 6; 33:15, 16: „Siehe, die Tage kommen, wo Ich dem David einen gerechten Sproß erwecken werde, der als König herrschen wird, und es wird Ihm gelingen, und Er wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden; in jenen Tagen wird Judah erlöst werden, und Israel wird sicher wohnen; und das ist Sein Name, bei dem man Ihn nennen wird: Jehovah, unsere Gerechtigkeit“.

Daniel 9:24: „Siebzig Wochen sind bestimmt, zu versöhnen die Missetat und Gerechtigkeit herbeizuführen in die Zeitläufe (d.h. für immer)“.

Daß die Unterjochung der Höllen, die Anordnung der Himmel vom Herrn und die Verherrlichung Seines Menschlichen und dadurch das Heil für den Menschen, der den Herrn durch Liebe und Glauben aufnimmt, die Gerechtigkeit und das Verdienst sind, das dem Herrn allein angehört, kann man aus den oben angeführten Stellen deutlich erkennen. Aber diejenigen, die nicht wissen, daß Geister von den Höllen beim Menschen sind, von denen ihm Böses und Falsches zufließt, wie auch, daß Engel aus dem Himmel (bei ihm sind), von denen ihm Gutes und Wahres (zufließt), und daß so das Leben des Menschen auf der einen Seite mit den Höllen verbunden ist und auf der anderen mit den Himmeln, d.h. durch die Himmel mit dem Herrn; und daß somit der Mensch nimmermehr hätte erlöst werden können, wenn nicht die Höllen unterjocht und die Himmel in Ordnung gebracht worden wären; und dadurch alles dem Herrn unterworfen worden wäre, können diese Sache nicht begreifen.

Hieraus kann erhellen, woher es kommt, daß das Gute des Verdienstes des Herrn das einzige Gute ist, das in den Himmeln regiert, wie Nr. 9486 gesagt worden ist; denn das Gute des Verdienstes ist auch jetzt noch die fortwährende Unterjochung der Höllen und dadurch der Schutz der Gläubigen. Dieses Gute ist das Gute der Liebe des Herrn; denn aus der göttlichen Liebe kämpfte und siegte Er in der Welt; aus der göttlichen Macht im Menschlichen, die Er Sich dadurch erworben, kämpft Er nun allein in Ewigkeit für den Himmel und für die Kirche und für das ganze menschliche Geschlecht und siegt und errettet. Dies ist jetzt das Gute des Verdienstes, das Gerechtigkeit heißt, weil es Sache der Gerechtigkeit ist, die Höllen, die das menschliche Geschlecht zu verderben streben, zu bändigen und so die Guten und Gläubigen zu schützen und selig zu machen.

Über die Kämpfe und Versuchungen des Herrn, als Er in der Welt war, sehe man Nr. 1663, 1668, 1690, 1691, 1692, 1737, 1787, 1812, 1813, 1820, 2776, 2786, 2795, 2803, 2814, 2816, 4287, 7193, 8273; und daß der Herr allein für das menschliche Geschlecht wider die Höllen kämpft: Nr. 1692, 6574, 8159, 8172, 8175, 8176, 8273, 8969.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.