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2 Mose 10:21

Studie

       

21 Der HERR sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Ägyptenland, daß man's greifen mag.

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Himmlische Geheimnisse # 7647

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7647. „Und euch fressen jeden sprossenden Baum vom Felde“,

2. Mose 10:5, bedeutet somit die Vertilgung aller Erkenntnisse derer, die der Kirche angehören.

Dies erhellt aus der Bedeutung von fressen, insofern es ein Zerstören bezeichnet, wie Nr. 7646; aus der Bedeutung des Baumes, insofern er das Innewerden bezeichnet wie auch die Erkenntnisse des Wahren und Guten, worüber Nr. 2722 E, 2972; aus der Bedeutung des Feldes, insofern es die Kirche ist, worüber Nr. 2971, 3317, 3766, 4440, 7502, 7571.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.

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Himmlische Geheimnisse # 7502

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7502. „Siehe, so wird die Hand Jehovahs sein an deinem Vieh, das auf dem Felde“, 2 Mose 9:3, bedeutet die Verwüstung des Wahren und Guten des Glaubens, das sie von der Kirche her haben, der sie angehörten.

Dies erhellt aus der Bedeutung der Worte „die Hand Jehovahs ist an jemand“, sofern es eine Plage oder Strafe ausdrückt; denn durch die Hand wird Macht bezeichnet: Nr. 4931-4937, 6292, 6947, 7188, 7189, und durch die Hand Jehovahs Allmacht: Nr. 878, 3387; und weil von denjenigen, die im Äußeren der Kirche sind, infolge des Scheines geglaubt wird, daß jede Plage oder Strafe von Jehovah komme (denn sie schreiben Seiner Macht alles zu), darum wird durch das „Sein der Hand Jehovahs an jemand“ die Strafe bezeichnet, hier die Verwüstung, denn die verschiedenen Stufen der Verwüstung derjenigen, die anfochten, waren Strafen; aus der Bedeutung des Viehs, sofern es Wahres und Gutes des Glaubens bezeichnet, wovon Nr. 6016, 6045, 6049; und aus der Bedeutung des Feldes, so-fern es die Kirche bezeichnet, wovon Nr. 2971, 3310. Daß das Feld die Kirche bedeutet, hat den Grund, weil die Samen, die in das Feld gebracht werden, Wahrheiten bedeuten, die dem Glauben angehören, und auch, weil die Erzeugnisse, die aus dem Felde kommen, wie Weizen, Gerste, Dinkel und dergleichen mehr, Gutes bezeichnen, das der Liebtätigkeit, und Wahres, das dem Glauben, somit was der Kirche angehört.

In betreff dessen, daß die höllischen Geister, welche die From-men im anderen Leben anfechten, in Ansehung des Glaubenswahren, das der Kirche angehört, verwüstet werden, so merke man, daß diejenigen, welche die Frommen im anderen Leben anfechten, Angehörige der Kirche waren, während sie in der Welt lebten; denn die, welche der Kirche nicht angehörten, können andere, welche zur Kirche gehörten, nicht anfechten, weil das Falsche, das den Wahrheiten der Kirche widerspricht, es ist, durch das sie anfechten; durch solches können diejenigen, die außerhalb der Kirche waren, niemand anfechten, weil sie es nicht gekannt haben. Daß die, welche den Glauben bekannt, aber ein böses Leben geführt haben, im anderen Leben sich zum Falschen wenden und die Redlichen anfechten, sehe man Nr. 7097, 7127, 7317. Damit nun das Wahre des Glaubens, das sie aus der Lehre ihrer Kirche, während sie in der Welt lebten, hatten (denn sie bringen alles, was sie im Leibesleben wußten, mit ins andere Leben, ohne daß etwas fehlt), ihnen nicht einiges Licht aus dem Himmel verschaffe und sie nicht dasjenige, was dem Himmelslicht angehört, zur Verteidigung des Falschen und Bösen, das der Hölle angehört, anwenden, deshalb wird ihnen solches alles genommen und werden sie zuletzt dem Bösen ihres Lebens und dem daher stammenden Falschen überlassen. Von solcher Verwüstung (oder Abödung) ist hier die Rede.

Diejenigen, die der Kirche angehörten und ein böses Leben führten, werden stufenweise abgeödet, ehe sie in die Hölle hinabgeworfen werden, weil sie die Glaubenswahrheiten kannten und durch sie mit dem Himmel Gemeinschaft hatten. Die himmlischen Gesellschaften, mit denen sie Gemeinschaft hatten und auch im anderen Leben haben, können nur nach und nach von ihnen getrennt werden, denn die Ordnung im Himmel vom Herrn ist von solcher Art, daß nichts gewaltsam geschieht, sondern alles in der Freiheit wie von selber; darum werden jene himmlischen Gesellschaften von ihnen nicht losgerissen, sondern sie werden allmählich getrennt, so daß sie von selber auseinanderzugehen scheinen.

Aus diesem wird nun klar, wie es sich mit der Verwüstung derer verhält, welche die der Kirche angehörigen Glaubenswahrheiten gewußt und dennoch ein böses Leben geführt haben. Daß sich die Sache so verhalte, kann niemand wissen, außer durch Offenbarung; denn der Mensch hat keine Kenntnis von den Dingen, die im anderen Leben vorkommen, außer durch Offenbarung. Und weil der Mensch sich wenig bemüht, das Wahre und Gute des Glaubens aus dem Wort zu erforschen (denn er ist in keiner Neigung zum Wahren um des Wahren, noch weniger um des Lebens willen), deshalb werden ihm solche Dinge auch nicht geoffenbart; sie liegen jedoch im Wort, und zwar ihrem ganzen Zusammenhang und Verlauf nach in dessen innerem Sinn.

Weil nun der Mensch der Kirche keine Neigung hat, das Wahre aus dem Wort zu erkennen, sondern bloß die Neigung, die Lehren seiner Kirche zu begründen, mögen sie wahr oder falsch sein, um weltlicher Ursachen willen, deshalb weiß er gar nichts vom Zustand nach dem Tod, nichts vom Himmel und nichts von der Hölle. Er weiß nicht einmal, was beim Menschen den Himmel und was die Hölle macht. Ja (die meisten) sind in solcher Unwissenheit, daß sie lehren und glauben, ein jeglicher könne in den Himmel zugelassen werden; einige meinen, (es geschehe) vermöge der Gewalt, die sie sich angemaßt haben, andere es (geschehe) durch die Barmherzigkeit des Herrn, (möge der Mensch) gelebt haben, wie er wolle. Und nur wenige wissen, daß dem Menschen der Himmel gegeben wird, während er in der Welt lebt, durch ein Leben der Liebtätigkeit und des Glaubens, und daß dieses Leben fortdauert.

Dies wurde gesagt, auf daß man wisse, wie die Menschen der Kirche beschaffen sind, die sich an den Glauben allein halten und um das Leben des Glaubens sich nichts bekümmern; denn diese sind es, die durch die Ägypter hier und im Folgenden vorgebildet werden.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.