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4 Mose 7:21

Studie

       

21 einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jährig Lamm zum Brandopfer,

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Himmlische Geheimnisse # 9506

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9506. „Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von reinem Gold“, 2 Mose 25:17, bedeutet die Erhörung und Annahme alles dessen, was dem Gottesdienst angehört, aus dem Guten der Liebe.

Dies erhellt aus der Bedeutung des Gnadenstuhls, sofern er die Reinigung vom Bösen oder Vergebung der Sünden bezeichnet, folglich die Erhörung und Annahme alles dessen, was zum Gottesdienst gehört, worüber folgt. Und aus der Bedeutung des Goldes, sofern es das Gute der Liebe ist, wovon Nr. 113, 1551, 1552, 5658, 6917. Daß der Gnadenstuhl die Reinigung vom Bösen und die Verge-bung der Sünden bedeutet, erhellt aus den Stellen im Wort, wo die Versöhnung oder Sühnung vorkommt. Daß er auch die Annahme alles dessen bedeutet, was zum Gottesdienst gehört, hat den Grund, daß nur diejenigen, die versöhnt oder gesühnt, d.h. vom Bösen gereinigt sind, erhört werden und ihr Gottesdienst vom Herrn angenommen wird, nicht aber diejenigen, die im Bösen sind, d.h. nicht gesühnt oder versöhnt. Darum durfte auch Aharon nicht zum Gnadenstuhl hinzutreten, ehe er sich und das Volk gereinigt und gesühnt hatte. Daß daher der Gnadenstuhl die Erhörung und Annahme alles dessen, was zum Gottesdienst gehört, bedeutet, erhellt auch daraus, daß Jehovah auf dem Gnadenstuhl zwischen den Cheruben mit Mose redete.

Daß es der Gottesdienst aus dem Guten der Liebe ist, der angenommen wird, beruht darauf, daß niemand in den Himmel, somit zum Herrn zugelassen wird, als wer im Guten ist, nämlich im Guten der Liebe zum Herrn und im Guten der Liebtätigkeit gegen den Nächsten; man sehe Nr. 8516, 8539, 8722, 8772, 9139, 9227, 9230, 9274; und mithin nicht erhört und sein Gottesdienst nicht angenommen wird. Darum waren auch auf dem Gnadenstuhl Cherubim; denn durch die Cherubim wird die Wache und Vorsorge bezeichnet, daß der Herr nicht angegangen werde, außer durch das Gute der Liebe, somit daß keine anderen in den Himmel eingehen, als die im Guten sind, sodann auch, daß diejenigen, die im Himmel sind, nicht angegriffen und verletzt werden von denen, die in der Hölle sind.

Aus diesem kann man erkennen, was für eine Bedeutung es hatte, daß der Gnadenstuhl auf der Lade war und auf dem Gnadenstuhl die Cherubim; und daß der Gnadenstuhl, wie auch die Cherubim aus reinem Gold waren, denn das Gold bezeichnet das Gute der Liebe und die Lade den Himmel, wo der Herr ist.

Daß der Gnadenstuhl die Reinigung vom Bösen, somit die Vergebung der Sünden bedeutet, erhellt aus den Stellen im Wort, wo die Versöhnung oder Sühnung vorkommt:

Psalm 79:9: „Jehovah, sühne unsere Sünden um Deines Namens willen“.

Psalm 78:38: „Er, der Barmherzige, sühnte die Missetat“.

Psalm 51:9: „Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein werde, wasche mich, daß ich weißer werde als der Schnee“.

Jesaja 47:11: „Es wird über dich ein Übel kommen, das du nicht wissen wirst abzubitten; es wird ein Ungemach auf dich fallen, das du nicht wirst sühnen können“.

5. Mose 32:43: „Jauchzet, ihr Völkerschaften, Sein Volk, denn Er wird das Blut Seiner Knechte rächen und sühnen Sein Land, Sein Volk“.

Die Entsündigungen (Sühnen) geschahen durch Opfer; und wenn sie geschahen, heißt es, daß der Priester ihn versöhnen werde von der Sünde, und sie werde vergeben werden“: 3 Mose 4:26, 31, 35; 5:6, 10, 13, 16, 18, 26; 9:7; 15:15, 30;

es geschah auch durch Silber: 2 Mose 30:16; Psalm 49:8;

daher der Versöhnungstag vor dem Laubhüttenfest: 3 Mose 23:27-32. Aber man wisse, daß jene Sühnungen keine wirklichen Reinigungen vom Bösen oder Sündenvergebungen waren, sondern diese nur vorbildeten; denn alles Zeremoniell (rituale) bei der israelitischen und jüdischen Völkerschaft war nur ein Vorbild des Herrn, Seines Reiches und Seiner Kirche und solcher Dinge, die dem Himmel und der Kirche angehören. Wie durch die Vorbildungen solche Dinge den Engeln im Himmel vorgestellt werden, sehe man Nr. 9229. Weil die Reinigung vom Bösen und die Entledigung von Sünden durch den Gnadenstuhl bezeichnet wurde, darum wurde auch die Erhörung und Annahme alles dessen bezeichnet, was dem Gottesdienst angehört, denn wer vom Bösen gereinigt ist, der wird erhört und dessen Gottesdienst wird angenommen. Dies wurde dadurch vorgebildet, daß Jehovah auf dem Gnadenstuhl mit Mose redete und gebot, was die Söhne Israels tun sollten, wie aus 2 Mose 25:22 erhellt, wo es heißt: „Ich will daselbst mit dir zusammenkommen und mit dir reden vom Gnadenstuhl herab, zwischen den zwei Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles, was Ich dir gebieten werde an die Söhne Israels“.

Ebenso 4 Mose 7:89: „Als Mose mit Jehovah redete, hörte er eine Stimme reden vom Gnadenstuhl herab, der auf der Lade des Zeugnisses, zwischen den zwei Cherubim“.

Daß der Mensch alsdann erhört und sein Gottesdienst angenommen werde, wenn er vom Bösen gereinigt ist, wurde dadurch vorgebildet, daß Aharon nicht hineingehen sollte ins Heilige hinter den Vorhang vor den Gnadenstuhl, wenn er nicht zuvor sich und das Volk versöhnt hatte, was geschah durch Waschen, durch Opfer, durch Rauchwerk und durch Blut; und es wird gesagt:

3. Mose 16:2-16: „Also wird er versöhnen das Heiligtum von den Unreinigkeiten der Söhne Israels und von ihren Übertretungen, in betreff aller ihrer Sünden“;

und Jehovah werde dort erscheinen in einer Wolke: 3 Mose 16:2: in einer Wolke heißt, im göttlich Wahren, wie es angepaßt ist der Aufnahme und Fassungskraft der Menschen, von welcher Art das Wort im Sinne des Buchstabens ist: Nr. 4060, 4391, 5922, 6343, 6752, 8106, 8443, 8781.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.

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Himmlische Geheimnisse # 3704

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3704. „Und der Gott Jischaks“, 1 Mose 28:13, bedeutet den Herrn in Ansehung des Göttlich-Menschlichen.

Dies erhellt aus der vorbildlichen Bedeutung Jischaks, sofern er ist das göttlich Vernünftige des Herrn, und weil es das Vernünftige ist, in dem das Menschliche seinen Anfang nimmt: Nr. 2194, und so aus welchem und durch welches das Menschliche ist, darum wird hier durch den Gott Jischaks bezeichnet das Göttlich-Menschliche des Herrn.

Weil alles und jedes im Himmel und alles und jedes beim Menschen, ja in der ganzen Natur sich auf das Gute und Wahre bezieht, darum wird auch das Göttliche des Herrn unterschieden in das göttlich Gute und das göttlich Wahre; und das göttlich Gute des Herrn wird genannt der Vater und das göttlich Wahre der Sohn.

Aber das Göttliche des Herrn ist eben nur das Gute, ja das Gute selbst, dagegen das göttlich Wahre ist das göttlich Gute des Herrn, das so erscheint im Himmel oder vor den Engeln. Es verhält sich dies wie die Sonne. Die Sonne selbst ist in ihrem Wesen eben nur Feuer, aber das Licht, das daraus erscheint, ist nicht in der Sonne, sondern von der Sonne.

Daß der Herr in Ansehung des göttlich Guten durch die Sonne vorgebildet wird und auch, daß Er im anderen Leben die Sonne für den gesamten Himmel ist, sehe man in Nr. 1053, 1521, 1529, 1530, 1531, 2495, 3636, 3643;

und daß der Herr im Ansehung des göttlich Wahren durch das Licht vorgebildet wird und auch im anderen Leben das Licht für den gesamten Himmel steht: Nr. 1053, 1521, 1529, 1530, 2776, 3138, 3195, 3222, 3223, 3339, 3341, 3636, 3643. Somit ist der Herr in seinem Wesen eben nur das göttlich Gute, und zwar in beiderlei Hinsicht, nämlich in Ansehung des Göttlichen Selbst und des Göttlich-Menschlichen. Aber das göttlich Wahre ist nicht im göttlich Guten, sondern vom göttlich Guten; denn so erscheint, wie oben gesagt, das göttlich Gute im Himmel. Und weil das göttlich Gute als das göttlich Wahre erscheint, darum wird um der Fassungskraft des Menschen willen das Göttliche des Herrn unterschieden in das göttlich Gute und das göttlich Wahre; und das göttlich Gute ist es, was im Wort der Vater heißt, und das göttlich Wahre, was der Sohn heißt. Dieses Geheimnis ist es, das darin verborgen liegt, daß der Herr selbst so oft von Seinem Vater redet als unterschieden von Ihm und gleichsam ein anderer als Er, und doch anderswo, daß Er eins mit Ihm sei.

Daß der Vater im inneren Sinn das Gute ist und im höchsten Sinn der Herr in Ansehung des göttlich Guten, ist Nr. 3703 gezeigt worden, und daß der Sohn das Wahre ist und der Sohn Gottes und der Sohn des Menschen der Herr ist in Ansehung des göttliche Wahren: Nr. 1729, 1730, 2159, 2803, 2813, dies erhellt auch aus allen jenen Stellen, wo der Herr Seinen Vater nennt und Sich den Sohn.

Daß der Herr im Wort des Alten Testaments es ist, der Jehovah genannt wird, sehe man Nr. 1343, 1736, 2921; daß Er aber auch dort Vater heißt, erhellt aus folgenden Stellen:

Jesaja 9:6: „Ein Knabe ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und das Fürstentum wird sein auf Seiner Schulter, und es wird Sein Name genannt werden: Wunderbar, Rat, Gott, Held, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens“: es liegt offen am Tage, daß der uns geborene Knabe und der uns gegebene Sohn der Herr ist, somit der, welcher genannt wird der Vater der Ewigkeit.

Jeremia 31:9: „Ich werde sein dem Israel zum Vater, und Ephraim, mein erstgeborener Sohn“: hier ist die Rede vom Herrn, und daß dieser ist der Gott Israels und der Heilige Israels, sehe man Nr. 3305: hier heißt Er der Vater Israels.

Maleachi 2:10: „Haben wir nicht alle einen Vater, hat nicht ein Gott uns geschaffen?“: schaffen hier im inneren Sinn für wiedergebären, wie auch anderwärts im Wort, man sehe Nr. 16, 88, 472; und weil der Herr allein Wiedergebärer ist und Erlöser, so ist Er es, der hier Vater und Gott heißt, wie auch

Jesaja 63:16: „Du bist unser Vater, denn Abraham kennt uns nicht und Israel anerkennt uns nicht, Du, Jehovah, unser Vater, unser Erlöser von Ewigkeit ist dies Dein Name“.

Jesaja 22:21-24: „Bekleiden werde Ich Ihn mit Deinem Rock und mit Deinem Gürtel Ihn stärken und Deine Herrschaft geben in Seine Hand, daß Er sei zum Vater dem Einwohner Jerusalems und dem Hause Jehudahs, und werde geben den Schlüssel des Hauses Davids auf Seine Schulter, und Er wird öffnen, daß niemand schließt, und Er wird schließen, daß niemand öffnet, und werde Ihn stecken als Nagel an einen getreuen Ort, daß Er sei zum Thron der Herrlichkeit Seines Vaters, an dem sie aufhängen sollen alle Herrlichkeit des Hauses Seines Vaters, der Söhne und Enkel, alle Gefäße des Kleinen, von den Gefäßen der Becher bis zu allen Gefäßen der Harfen“: daß der Herr es ist, der im inneren Sinn hier vorgebildet und bezeichnet wird und Vater dem Einwohner Jerusalems und dem Hause Jehudahs genannt wird, liegt offenbar am Tage; denn Er ist es, auf dessen Schulter der Schlüssel des Hauses Davids ist, der öffnet, so daß niemand zuschließt, und der zuschließt, so daß niemand öffnet; man sehe die Vorrede zu 1. Mose Kapitel 22, und Ihm gehört der Thron der Herrlichkeit Seines Vaters, und auf Ihm und von Ihm sind alle heiligen Dinge, die hier Gefäße genannt werden, himmlisch Heiliges Gefäße der Becher, und geistig Heiliges Gefäße der Harfen.

Weil die Könige und Priester den Herrn vorbildeten, die Könige durch das königliche Amt, das sie hatten, den Herrn in Ansehung des göttlich Wahren und die Priester den Herrn in Ansehung des göttlich Guten: Nr. 3670, darum wurden die Priester genannt Väter, wie erhellen kann im Buch der Richter 17:10: „Es sprach Micha zu dem Leviten: bleibe bei mir und sei mir zum Vater und Priester“; ebenso sagten die Söhne Dans zu demselben: „Schweige, lege die Hand auf deinen Mund und gehe weg mit uns und sei uns zum Vater und Priester“: Richter 18:19. Daß die Könige selbst sie ebenso nannten, sehe man im 2 Koenige 6:21, 22: „Der König Israels sprach zu Elisa: Soll ich schlagen, mein Vater? er sprach: du sollst nicht schlagen“; und der König Joasch zu Elisa, als er starb: „Joasch, der König, weinte vor seinen Angesichten und sprach: mein Vater, mein Vater, Wagen Israels und seine Reiter“: 2 Koenige 13:14. Die Könige nannten sie so, weil sie den Herrn vorbildeten in Ansehung des göttlich Wahren und die Priester in Ansehung des göttlich Guten, und weil das Wahre zum Guten sich verhält wie der Sohn zum Vater, denn das Wahre ist vom Guten.

Dies ist eine im anderen Leben gar wohl bekannte Wahrheit, und weil es so ist, darum nennt man im Himmel keinen anderen den Vater und wird beim Vater im Wort der Evangelisten keinen anderen inne als den Herrn; man sehe Nr. 15, 1729. Alle Kinder dort werden, wenn sie ins Gute der Liebe und das Wahre desselben eingeweiht werden, gelehrt, allein den Herrn als Vater anzuerkennen; ja auch mit angelegentlicher Sorgfalt die Neulinge, die in den Himmel kommen, daß Gott einer ist und die, welche zur Kirche gehört haben, daß die ganze Dreieinigkeit im Herrn ist; denn aus der Christenheit bringen fast alle die Vorstellung von drei Göttern mit sich, obwohl sie mit dem Munde gesagt hatten, es sei nur ein Gott; denn einen denken, wenn die Vorstellung von dreien zuvor eingedrungen ist und ein jeder von diesen Gott genannt und auch nach den Eigenschaften und Werken von dem anderen unterschieden und auch besonders verehrt wird, das ist nicht menschlich (d.h. dem Menschen nicht möglich); daher kommt es, daß die Verehrung dreier Götter im Herzen ist, dagegen die des einen bloß im Munde.

Daß im Herrn die ganze Dreieinigkeit sei, ist in der Christenheit bekannt, aber dennoch wird im anderen Leben wenig an den Herrn gedacht, auch Sein Menschliches ist vielen ein Ärgernis, weil sie das Menschliche vom Göttlichen unterscheiden und nicht glauben, daß es göttlich sei. Der Mensch sagt, er werde gerechtfertigt und dadurch rein und beinahe heilig gemacht, aber daß der Herr verklärt, d.h. Sein Menschliches göttlich gemacht worden ist, daran denkt man nicht, da Er doch von Jehovah selbst empfangen wurde, und außerdem kann auch niemand gerechtfertigt, noch weniger geheiligt werden, als vom Göttlichen, und zwar vom Göttlich-Menschlichen des Herrn, was vorgebildet und bezeichnet wird im heiligen Abendmahl, wo mit klaren Worten gesagt wird, daß das Brot Sein Leib ist, und der Wein Sein Blut.

Daß der Herr einer ist mit dem Vater, und daß Er von Ewigkeit, und daß Er das Weltall regiert, und daß Er das göttlich Gute und das göttlich Wahre selbst ist, erhellt augenscheinlich aus dem Worte.

Daß Er einer ist mit dem Vater, (wird gesagt) bei

Johannes 1:18: „Gott hat keiner je gesehen, (sondern nur) der Eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist“,

Johannes 5:18-47: „Die Juden suchten Jesum zu töten, weil Er gesagt, Sein eigener Vater sei Gott, indem Er Sich selbst Gott gleich machte; Jesus antwortete und sprach: Amen, amen, Ich sage euch; nichts kann der Sohn von Sich selbst tun, als was Er sieht den Vater tun; was nämlich derselbige tut, das tut gleich auch der Sohn; gleichwie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn, die Er will, lebendig; auch richtet der Vater niemand, sondern alles Gericht hat Er dem Sohn gegeben, auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren; gleichwie der Vater das Leben hat in Ihm selbst, so hat Er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in Ihm selbst. Der Vater, der Mich gesandt hat, derselbe hat gezeuget von Mir; weder Seine Stimme habt ihr jemals gehört, noch Seine Gestalt habt ihr gesehen; durchforschet die Schriften, sie sind es, die von Mir zeugen“: unter dem Vater wird dort verstanden das göttlich Gute und unter Sohn das göttlich Wahre, beides im Herrn. Vom göttlich Guten, das der Vater, kann nichts anderes herkommen oder ausgehen als das Göttliche, und das, was herkommt oder ausgeht, ist das göttlich Wahre, das der Sohn.

Johannes 6:44-48: „Jeder, der es gehört hat vom Vater und gelernt hat, kommt zu Mir; nicht daß den Vater jemand gesehen, außer der beim Vater ist, der hat den Vater gesehen“.

Johannes 8:18, 19: „Sie sprachen zu ihm: wer ist Dein Vater? Jesus antwortete: weder Mich kennet ihr noch Meinen Vater; wenn ihr Mich kennetet, so würdet ihr auch Meinen Vater kennen“.

Johannes 10:30, 38: „Ich und der Vater sind eins, wenn ihr nun Mir nicht glauben möget, so glaubet den Werken, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in Mir und Ich im Vater“.

Johannes 12:44-46: „Jesus sprach: Wer an Mich glaubet, glaubet nicht an Mich, sondern an Ihn, der Mich gesandt hat, und wer Mich siehet, siehet Ihn, der Mich gesandt hat; Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, auf daß jeder, der an Mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“: daß Ihn der Vater gesandt hat, bedeutet im inneren Sinn, Er komme her vom Vater; so hier und sonst, wo der Herr sagt, der Vater habe Ihn gesandt; daß das Licht das göttlich Wahre ist, sehe man oben.

Johannes 14:6-11: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch Mich; wenn ihr Mich erkannt habt, habt Ihr auch Meinen Vater erkannt, und von nun an habt ihr Ihn erkannt und habt Ihn gesehen; spricht Philippus: Herr, zeige uns den Vater; Jesus sprach: so lange Zeit bin Ich bei euch, und du kennst Mich nicht Philippus? wer Mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen; wie sagst du nun: zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß Ich im Vater und der Vater in Mir ist? Die Worte, die Ich zu euch rede, rede Ich nicht von Mir selbst, der Vater, der in Mir bleibet, derselbe tut die Werke; glaubet Mir, daß Ich im Vater bin und der Vater in Mir; alles, was ihr bittet in Meinem Namen, das werde Ich tun, auf daß der Vater verherrlicht werde im Sohn“.

Johannes 14:22, 23: „Wer meine Gebote hat und tut sie, der ist es, der Mich liebet, wer Mich aber liebet, der wird geliebt werden von Meinem Vater, und Ich werde ihn lieben und ihm Mich selbst offenbaren; wenn jemand Mich liebet, so wird er Mein Wort halten, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen“: im göttlich Wahren sind die, welche die Gebote haben und sie tun, und im göttlich Guten sind die, welche Ihn lieben; daher wird gesagt, er wird geliebt werden vom Vater, und Wir werden zu ihm kommen und Bleibstätte (Wohnung) bei ihm machen, nämlich das göttlich Gute und das göttlich Wahre;

darum heißt es Johannes 14:20: „An jenem Tage werdet ihr erkennen, daß Ich in Meinem Vater bin, und ihr in Mir“.

und anderwärts Johannes 17:11: „Heiliger Vater, erhalte sie in Deinem Namen, daß sie eins seien wie Wir“.

Aus diesem erhellt, daß der Herr Vater sagt wegen des göttlich Guten, das Er hatte, und Sohn wegen des göttlich Wahren, das aus dem göttlich Guten (hervorgeht); daß somit nicht zwei sind, sondern eins; daß aber der Herr so geredet hat, geschah deswegen, damit das Wort angenommen werden möchte sowohl auf Erden wie im Himmel, und auch weil Er, ehe der Herr verherrlicht war, das göttlich Wahre war, das aus dem göttlich Guten; hingegen da Er verherrlicht worden, ist Er das göttlich Gute selbst nach beiderlei Wesen, und es kommt alles vom Ihm, das göttlich Gute und das göttlich Wahre.

Daß Er von Ewigkeit gewesen, kann daraus erhellen, daß der Herr es ist, der durch die Propheten geredet hat, und daß Er sowohl deswegen, als auch darum, weil von Ihm das göttlich Wahre kam, das Wort genannt wurde, wovon bei

Johannes 1:1-4, 14: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort; dieses war im Anfang bei Gott alles ist durch dasselbige geworden, und ohne dasselbige ist nichts geworden, was geworden ist; in Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Wort ist Fleisch geworden und hat gewohnet unter uns, und wir sahen Seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater“: das Wort (steht) für alles Wahre in den Himmeln und auf Erden, das vom Göttlichen (stammt).

Daß (Er) von Ewigkeit sei, lehrt er offenbar bei

Johannes 1:15, 27, 30: „Dieser war es, der nach mir kommt, und ist vor mir gewesen, weil Er eher war, denn ich, mitten unter euch steht Er, den ihr nicht kennet; dieser ist es, der nach mir kommen soll, und der vor mir gewesen ist“.

Johannes 6:62: „Wenn ihr sehet den Sohn des Menschen aufsteigen, wo Er vorher war“.

Johannes 8:58: „Jesus sprach: Amen, amen, Ich sage euch, ehe denn Abraham war, bin Ich“.

Johannes 13:3: „Er wußte, daß Er von Gott ausgegangen war, und zu Gott hingehe“.

Johannes 16:27, 28: „Er selbst, der Vater, liebet euch, weil ihr Mich geliebt und geglaubt habt, daß Ich von Gott ausgegangen bin; Ich bin ausgegangen vom Vater und gekommen in die Welt, wiederum verlasse Ich die Welt und gehe zum Vater“.

Johannes 17:5, 24: „Ich habe Dich verherrlicht auf der Erde, das Werk habe Ich vollendet, das Du Mir gegeben hast, daß Ich es tun soll, und nun verherrliche Mich, Vater, bei Dir selbst mit der Herrlichkeit, die Ich hatte, ehe die Welt war, bei Dir. Daß sie sehen Meine Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, weil Du Mich geliebt hast vor Gründung der Welt“.

Jesaja 9:6: „Ein Knabe ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und genannt wird werden Sein Name: Wunderbar, Rat, Gott, Held, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens“.

Daß der Herr das Weltall regiert, erhellt bei Matthaeus 11:27: „Alles ist Mir übergeben von Meinem Vater“; Matthaeus 28:18: „Jesus sprach zu den Jüngern: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“.

Johannes 3:35, 36: „Der Vater hat alles gegeben in die Hand des Sohnes, wer da glaubt an den Sohn, der hat ewiges Leben“; Johannes 5:22: „Der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat Er dem Sohne gegeben;

Johannes 13:3: „Jesus wußte, daß Ihm der Vater alles in die Hände gegeben“;

Johannes 16:15: Alles, was der Vater hat, ist Mein“;

Johannes 17:1, 2: „Jesus sprach: Verherrliche Deinen Sohn, daß auch Dein Sohn Dich verherrlichen möge, gleichwie Du Ihm gegeben hast die Macht über alles Fleisch“;

Johannes 17:10, 11: „Alles Meinige ist Dein, und das Deinige Mein, aber Ich bin verherrlicht in ihnen, nicht mehr bin Ich in der Welt, denn Ich komme zu Dir“.

Lukas 10:22: „Alles ist Mir übergeben von Meinem Vater“

Aus diesem erhellt nun, daß das göttlich Gute es ist, das der Vater genannt wird und das göttlich Wahre, das der Sohn; und daß der Herr aus dem göttlich Guten durch das göttlich Wahre alles samt und sonders im Weltall regiert.

Weil es sich so verhält, und dieses so offenbar aus dem Wort hervorgeht, so ist es zu verwundern, daß man nicht in der Christenheit, wie im Himmel, den Herrn allein anerkennt und anbetet und so einen Gott; denn man weiß und lehrt, daß alles Dreieinige im Herrn ist. Daß der Heilige Geist, der auch als ein vom Sohn und Vater unterschiedener Gott verehrt wird, das Heilige des Geistes ist, oder das Heilige, das durch die Geister oder Engel ausgeht vom Herrn, d.h. von Seinem göttlich Guten durch das göttlich Wahre, wird anderwärts, aus göttlicher Barmherzigkeit des Herrn, kundgegeben werden.

  
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Übersetzung von J.F.I. Tafel, 1867-1869. Schlussredaktion Friedemann Horn, 1998.