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Daniel 7

German: Elberfelder (1905)         

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1 Im ersten Jahre Belsazars, des Königs von Babel, sah Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Dann schrieb er den Traum auf, die Summe der Sache berichtete er.

2 Daniel hob an und sprach: Ich schaute in meinem Gesicht bei der Nacht, und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer.

3 Und vier große Tiere stiegen aus dem Meere herauf, eines verschieden von dem anderen. -

4 Das erste war gleich einem Löwen und hatte Adlersflügel; ich schaute, bis seine Flügel ausgerissen wurden, und es von der Erde aufgehoben und wie ein Mensch auf seine Füße gestellt und ihm eines Menschen Herz gegeben wurde. -

5 Und siehe, ein anderes, zweites Tier, gleich einem Bären; und es richtete sich auf einer Seite auf, und es hatte drei Rippen in seinem Maule zwischen seinen Zähnen; und man sprach zu ihm also: Stehe auf, friß viel Fleisch! -

6 Nach diesem schaute ich, und siehe, ein anderes, gleich einem Pardel; und es hatte vier Flügel eines Vogels auf seinem Rücken; und das Tier hatte vier Köpfe, und Herrschaft wurde ihm gegeben.

7 Nach diesem schaute ich in Gesichten der Nacht: und siehe, ein viertes Tier, schrecklich und furchtbar und sehr stark, und es hatte große eiserne Zähne; es fraß und zermalmte, und was übrigblieb, zertrat es mit seinen Füßen; und es war verschieden von allen Tieren, die vor ihm gewesen, und es hatte zehn Hörner.

8 Während ich auf die Hörner achtgab, siehe, da stieg ein anderes, kleines Horn zwischen ihnen empor, und drei von den ersten Hörnern wurden vor ihm ausgerissen; und siehe, an diesem Horne waren Augen wie Menschenaugen, und ein Mund, der große Dinge redete.

9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Alter an Tagen sich setzte: sein Gewand war weiß wie Schnee, und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle; sein Thron Feuerflammen, dessen Räder ein loderndes Feuer.

10 Ein Strom von Feuer floß und ging von ihm aus; tausend mal Tausende dienten ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und Bücher wurden aufgetan.

11 Dann schaute ich wegen der Stimme der großen Worte, welche das Horn redete: ich schaute, bis das Tier getötet, und sein Leib zerstört und dem Brande des Feuers übergeben wurde. -

12 Und was die übrigen Tiere betrifft: ihre Herrschaft wurde weggenommen, aber Verlängerung des Lebens ward ihnen gegeben bis auf Zeit und Stunde.

13 Ich schaute in Gesichten der Nacht: und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor denselben gebracht.

14 Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.

15 Mir, Daniel, ward mein Geist in mir tief ergriffen, und die Gesichte meines Hauptes ängstigten mich.

16 Ich nahte zu einem der Dastehenden, um von ihm Gewißheit über dies alles zu erbitten. Und er sagte mir, daß er mir die Deutung der Sache kundtun wolle:

17 Diese großen Tiere, deren vier waren, sind vier Könige, die von der Erde aufstehen werden.

18 Aber die Heiligen der höchsten Örter werden das Reich empfangen, und werden das Reich besitzen bis in Ewigkeit, ja, bis in die Ewigkeit der Ewigkeiten.

19 Darauf begehrte ich Gewißheit über das vierte Tier, welches von allen anderen verschieden war, sehr schrecklich, dessen Zähne von Eisen und dessen Klauen von Erz waren, welches fraß, zermalmte, und was übrigblieb, mit seinen Füßen zertrat;

20 und über die zehn Hörner auf seinem Kopfe; und über das andere Horn, welches emporstieg, und vor welchem drei abfielen; und das Horn hatte Augen und einen Mund, der große Dinge redete, und sein Aussehen war größer als das seiner Genossen.

21 Ich sah, wie dieses Horn Krieg wider die Heiligen führte und sie besiegte,

22 bis der Alte an Tagen kam, und das Gericht den Heiligen der höchsten Örter gegeben wurde, und die Zeit kam, da die Heiligen das Reich in Besitz nahmen. -

23 Er sprach also: Das vierte Tier: ein viertes Königreich wird auf Erden sein, welches von allen Königreichen verschieden sein wird; und es wird die ganze Erde verzehren und sie zertreten und sie zermalmen.

24 Und die zehn Hörner: aus jenem Königreich werden zehn Könige aufstehen; und ein anderer wird nach ihnen aufstehen, und dieser wird verschieden sein von den vorigen und wird drei Könige erniedrigen.

25 Und er wird Worte reden gegen den Höchsten und die Heiligen der höchsten Örter vernichten; und er wird darauf sinnen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden.

26 Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende.

27 Und das Reich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volke der Heiligen der höchsten Örter gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Herrschaften werden ihm dienen und gehorchen. -

28 Bis hierher das Ende der Sache. Mich, Daniel, ängstigten meine Gedanken sehr, und meine Gesichtsfarbe veränderte sich an mir; und ich bewahrte die Sache in meinem Herzen.

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Swedenborg

Hlavní výklad ze Swedenborgových prací:

Arcana Coelestia 1326, 10455

Apocalypse Revealed 748

De Verbo (The Word) 5

der Propheten und der Psalmen Davids 178

Scriptural Confirmations 4, 37


Další odkazy Swedenborga k této kapitole:

Arcana Coelestia 49, 934, 1066, 1607, 1990, 2547, 2832, ...

Apocalypse Revealed 24, 36, 47, 49, 101, 166, 229, ...

Die Eheliche Liebe 26, 81, 193

Die göttliche Vorsehung 134

Die Lehre vom Herrn 4, 6, 10, 26, 42, 48, 52

Die Lehre des neuen Jerusalem von der Heiligen Schrift 49, 86

Lebenslehre 61

Himmel und Hölle 171

Wahre Christliche Religion 1, 113, 157, 223, 251, 262, 288, ...


References from Swedenborg's unpublished works:

Apocalypse Explained 36, 63, 67, 70, 175, 195, 199, ...

On the Athanasian Creed 41

Die Hauptlehren der neuen Kirche 37

Coronis oder Anhang zur Wahren Christlichen Religion 3

De Verbo (The Word) 10, 15, 25

An Invitation to the New Church 10

Marriage 0, 1, 113

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Jeremia 4:7, 49:19, 51:42

Hesekiel 1:16, 26

Daniel 2:1, 38, 39, 40, 44, 4:16, 7:1, 15, 8:1, 3, 4, 5, 9, 11, 12, 21, 22, 27, 9:27, 11:36, 45, 12:7

Obadja 1:17

Habakuk 2:2

Sacharja 1

Matthaeus 16:28, 19:28, 24:30, 26:64, 28:18

Lukas 1:33, 2:13, 12:32, 21:27

Johannes 3:35, 5:27, 12:34

Apostelgeschichte 1:6

1 Korinther 6:2, 15:27

Hebraeer 12:22

Offenbarung 1:7, 13, 14, 4:2, 5:7, 7:1, 11:2, 7, 15, 18, 12:14, 13:1, 2, 5, 7, 15, 17:7, 12, 19:20, 20:4, 9, 12, 22:5

Word/Phrase Explanations

sah
The symbolic meaning of "seeing" is "understanding," which is obvious enough that it has become part of common language (think about it; you might see...

Daniel
The book of Daniel follows after Ezekiel in the Old Testament. Daniel was a prophet during the early part of the captivity of the Jews...

sprach
Like "say," the word "speak" refers to thoughts and feelings moving from our more internal spiritual levels to our more external ones – and ultimately...

Seite
'Side' signifies good or spiritual love.

drei
The Writings talk about many aspects of life using the philosophical terms "end," "cause" and "effect." The "end" is someone’s goal or purpose, the ultimate...

nacht
The sun in the Bible represents the Lord, with its heat representing His love and its light representing His wisdom. “Daytime,” then, represents a state...

Gewand
Soft raiment,' as in Matthew 11:9, represents the internal sense of the Word.

Weiß
'White' relates to truths, because it originates in the light of the sun.

Räder
'Wheels,' as in Exodus 14:25, signify the power of proceeding and divine intelligence. 'Wheels,' as in Isaiah 5:28, signify the doctrine of natural truth. 'Wheels,'...

sagte
As with many common verbs, the meaning of “to say” in the Bible is highly dependent on context. Who is speaking? Who is hearing? What...

ewigkeit
It is hard for us to conceive this, but time does not exist in spiritual reality. Time is an aspect of physical reality that no...

erz
Brass and iron as in Isaiah 48:4 and Daniel 7:19 signify what is hard.

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All laws, even civil and judicial laws, which are in the Word, correspond to the laws of good and truth, which are in heaven.

unter
Generally speaking things that are seen as lower physically in the Bible represent things that are lower or more external spiritually. In some cases this...

Dienen
Generally speaking, those who are at lower levels of an organization serve those at higher levels. Bosses boss and their employees serve; coaches devise strategy...

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Wahre Christliche Religion # 113

Wahre Christliche Religion      

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113. Das vierte Erlebnis: Ich blickte in die geistige Welt hinaus und sah ein Heer auf roten und schwarzen Rossen. Die Reiter darauf glichen Aff en; Gesicht und Brust hatten sie dem Hinterteil ihrer Tiere zugekehrt, Hinterhaupt und Rücken jedoch deren Kopf und Hals. Die Zügel hatten sich die Reiter um den Hals gehängt. Sie riefen: „Auf zum Kampf gegen die Reiter auf den weißen Pferden!“ Dabei arbeiteten sie mit beiden Händen an den Zügeln, rissen aber auf diese Weise die Pferde natürlich gerade vom Kampf zurück. Nun stiegen aus dem Himmel zwei Engel hernieder und gesellten sich zu mir. Sie fragten mich, was ich sähe, und ich berichtete ihnen über die possierliche Reiterei. Dann fragte ich sie, was dieser Aufzug zu bedeuten habe und wer die Reiter seien. Darauf antworteten die Engel: „Sie stammen aus dem Ort, der in der Offenbarung (Offenbarung 16:16) Harmageddon heißt, wo sie sich zu Tausenden versammelt haben, um gegen die Angehörigen der neuen Kirche des Herrn, genannt das Neue Jerusalem, zu streiten. Sie haben dort über Kirche und Religion diskutiert, obwohl doch bei ihnen gar nichts Kirchliches, nämlich weder etwas geistig Wahres noch irgendetwas Religiöses, das heißt irgendetwas geistig Gutes vorhanden war. Sie sprachen dort mit dem Mund und mit den Lippen über diese Dinge, jedoch nur, um dadurch zur Herrschaft zu gelangen.

In der Jugend hatten sie außer einigen Kenntnissen von Gott vor allem gelernt, die Lehre vom Seligwerden durch den bloßen Glauben zu begründen. Als sie dann in der Kirche zu höheren Ämtern gelangt waren, behielten sie diese Dinge zwar noch eine Zeit lang bei, da sie jedoch nun anfingen, nicht mehr an Gott und den Himmel zu denken, sondern an sich und die Welt, also nicht an die ewige Seligkeit und Freude, sondern an zeitliche Hoheit und Macht, verbannten sie die in der Jugend angenommenen Lehren aus den inneren Regionen ihres vernünftigen Gemüts, durch die die Gemeinschaft mit dem Himmel besteht und die vom Licht des Himmels beschienen werden, in das Äußere ihres vernünftigen Gemüts, das mit der Welt Gemeinschaft hat und daher nur das Licht der Welt kennt. Zuletzt stießen sie diese Dinge sogar in das sinnlich Natürliche hinab. Infolgedessen wurden die kirchlichen Lehren bei ihnen zu einem bloßen Lippenbekenntnis und sind nun nicht mehr Sache des Denkens aus der Vernunft, noch weniger des Gefühls aus der Liebe. Weil sie sich in einen solchen Zustand gebracht haben, gewähren sie auch weder dem göttlich Wahren der Kirche noch dem echten Guten der Religion den Zutritt. Die inneren Bezirke ihres Gemüts sind, um einen Vergleich zu brauchen, wie Flaschen, die mit einer Mischung von Eisenspänen und Schwefelpulver gefüllt sind. Gießt man Wasser hinein, so braust der Inhalt zuerst auf, dann gibt es eine Stichflamme und die Flaschen zerbersten. Ebenso jene; hören sie etwas von einem lebendigen Wasser, dem echten Wahren des Wortes, und es dringt durch ihre Ohren in sie ein, so entbrennen und entflammen sie aufs heftigste und verwerfen es als etwas, über dem ihnen der Kopf zerbrechen könnte.

Diese sind es, die dir wie Affen erschienen, mit dem Rücken nach vorn auf roten und schwarzen Pferden reitend mit den Zügeln um ihren Hals. Diejenigen nämlich, die das Wahre und Gute der Kirche aus dem göttlichen Wort nicht lieben, möchten gar nicht das Vorderteil des Pferdes, sondern nur dessen Hinterteil sehen, stellt doch das Pferd das Verständnis des Wortes dar. Ein rotes Pferd bedeutet dieses Verständnis, wenn es hinsichtlich des Guten, ein schwarzes Pferd, wenn es hinsichtlich des Wahren verdorben ist. Sie riefen: Auf zum Kampf gegen die Reiter auf den weißen Rossen, weil das weiße Ross für das Verständnis des Wortes hinsichtlich des Wahren und Guten steht. Du sahest, wie sie mit dem Hals ihre Pferde zurückzogen, weil sie den Kampf scheuten, durch den das Wahre des göttlichen Wortes unter viele und somit ans Licht käme. Dies ist die Auslegung.“

Weiter sagten die Engel: „Wir stammen aus jener himmlischen Gesellschaft, die Michael genannt wird, und haben vom Herrn den Befehl erhalten, hinab zu steigen bis zu dem Ort, der Harmageddon genannt wird, aus dem die Reiterei hervorbrach, die du gesehen hast. Harmageddon bedeutet bei uns im Himmel den Zustand und die Begierde, mittels solcher Wahrheiten zu streiten, die durch die Sucht zu herrschen und über andere hervorzuragen verfälscht sind. Weil wir bei dir das Verlangen wahrgenommen haben, etwas von dem dortigen Kampf zu erfahren, so wollen wir dir ein wenig davon erzählen.“

Nach unserem Abstieg aus dem Himmel gelangten wir zu dem Ort, der Harmageddon heißt, und sahen dort eine Versammlung von einigen Tausend. Wir traten dort jedoch nicht ein, sondern setzten unseren Weg zu mehreren Häusern auf der Südseite des Ortes fort, in denen sich Kinder mit ihren Lehrern befanden. Dort traten wir ein und wurden freundlich aufgenommen. Wir fühlten uns wohl in ihrer Gesellschaft. Sie alle waren schön von Angesicht, denn das Leben strahlte aus ihren Augen und der Eifer aus ihrer Rede. Das Leben in ihren Augen entsprang ihrem Innewerden des Wahren, der Eifer ihrer Rede der Liebe zum Guten. Aus diesem Grund beschenkten wir sie mit Kopf bedeckungen, die am Rand mit Bändern von Goldfäden und eingesetzten Perlen verziert waren. Ferner schenkten wir ihnen verschiedenfarbige Kleider, bei denen Weiß oder Violettblau vorherrschte. Als wir sie fragten, ob sie sich schon den benachbarten Ort Harmageddon angesehen hätten, antworteten sie: „Ja, durch ein Fenster unter dem Dach des Hauses.“ Dabei berichteten sie, sie hätten dort auch eine Versammlung beobachtet, die ihnen aber unter mancherlei Gestalt erschienen sei. Einmal hätten sie in ihrer Mitte höchst vornehme Männer erblickt, ein andermal wieder seien diese gar keine Menschen, sondern nur Statuen und Götzenbilder gewesen, vor denen die Versammlung auf den Knien lag. Auch diese sei ihnen unter verschiedenen Gestalten erschienen, einige als Menschen, einige als Leoparden und andere wiederum als Böcke mit abwärts gerichteten Hörnern, mit denen sie den Boden aufwühlten. Wir erklärten ihnen diese Verwandlungen, wen sie darstellten und was sie bedeuteten.

Um jedoch zur Sache zu kommen: als die Mitglieder der genannten Versammlung erfuhren, dass wir uns in jenen Häusern aufhielten, sprachen sie unter sich: Was tun diese da bei den Knaben? Lasst uns einige aus unserer Versammlung abordnen, um sie hinauszuwerfen!

So geschah es, und als die Abgesandten zu uns kamen, erklärten sie: „Warum habt ihr diese Häuser betreten? Woher kommt ihr? Im Namen unseres Amtes gebieten wir euch, dass ihr euch entfernt!“

Wir aber antworteten: „Ihr habt keinerlei Recht, uns dies zu gebieten. In euren eigenen Augen mögt ihr euch zwar vorkommen wie die Enakim 1 , und diese hier mögen euch wie Zwerge erscheinen, dennoch habt ihr hier keinerlei Recht und Gewalt, außer etwa durch eure Ränke, mit denen ihr jedoch uns gegenüber nichts ausrichten werdet. Meldet daher den Eurigen, dass wir aus dem Himmel hierher gesandt wurden um zu untersuchen, ob bei euch eine Religion ist oder nicht. Wo nicht, werdet ihr aus jenem Ort ausgestoßen werden. Legt ihnen die folgende Bibelstelle vor, in der das Wesentliche der Kirche und der Religion enthalten ist – lasst sie erklären, wie sie die Worte aus dem Gebet des Herrn verstehen: ‚Unser Vater in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme!‘“

Als sie dies gehört hatten, fragten sie zuerst: „Was soll das bedeuten?“ Dann aber erklärten sie sich bereit, es den Ihrigen vorzulegen. Und so geschah es. Ihre Genossen fragten zunächst ebenfalls: „Was soll dies, und was ist die Bedeutung dieser Aufgabe?“ Sie errieten jedoch, was sich hinter dieser Frage verbarg, nämlich der Wunsch zu wissen, ob jene Worte den Weg unseres Glaubens an Gott Vater bestätigen. Sie sagten daher: „Diese Worte sind der klare Beweis dafür, dass man zu Gott Vater beten soll, und zwar um des Sohnes willen, weil Christus unser Mittler ist.“ Und in ihrem Unwillen beschlossen sie, sogleich zu uns zu gehen und uns dies mündlich vorzutragen und uns, wie sie sagten, bei den Ohren zu nehmen.

So verließen sie jenen Ort und begaben sich zu einem Hain in der Nähe jener Häuser mit den Kindern und ihren Lehrern. In diesem Hain befand sich eine etwas erhöhte Ebene, die dem Übungsplatz von Ringkämpfern ähnelte. Sie fassten sich bei den Händen und betraten den Ring. Wir waren aber schon dort und erwarteten sie. Auf diesem Platz befanden sich kleine Hügel aufgeworfener Erde. Darauf ließen sie sich nieder, indem sie untereinander sprachen: Vor diesen da stehen wir nicht, sondern nehmen Platz! Einer von ihnen – er konnte die Gestalt eines Engels des Lichts annehmen und war von den übrigen beauftragt, mit uns zu reden – begann nun: „Ihr habt uns aufgefordert, unsere Ansicht über die ersten Worte im Gebet des Herrn mitzuteilen. So erkläre ich euch denn: Wir verstehen sie so, dass man zu Gott Vater beten soll, und zwar, weil Christus unser Mittler ist und wir durch sein Verdienst selig werden, aus dem Glauben daran.“

Nun aber sagten wir ihnen: „Wir gehören zu einer Gesellschaft des Himmels, die Michael genannt wird, und sind mit dem Auftrag zu euch gesandt worden um zu untersuchen, ob eure Versammlung Religion hat oder nicht. Die Gottesvorstellung dringt nämlich in alles zur Religion Gehörige ein, durch sie wird die Verbindung mit Gott bewirkt und durch diese das Heil. Wir im Himmel sprechen ebenso wie die Menschen auf der Erde täglich jenes Gebet, denken dabei aber nicht an Gott Vater, da er unsichtbar ist, sondern an den Vater als göttlichen Menschen, denn in dieser Gestalt ist er sichtbar. Ihr pflegt den göttlichen Menschen Christus zu nennen, wir nennen ihn Herr. So ist der Herr uns der Vater im Himmel, wie er auch selbst gelehrt hat, dass er und der Vater eins seien, dass der Vater in ihm und er im Vater sei, dass den Vater sähe, wer ihn sieht, dass niemand zum Vater komme, außer durch ihn. Ferner hat er erklärt, es sei der Wille des Vaters, dass man an den Sohn glaube; wer aber nicht an ihn glaube, der solle das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibe über ihm. Damit liegt am Tag, dass der Zugang zum Vater durch ihn und in ihm eröffnet wird. Darum hat er auch gelehrt, ihm sei alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Es heißt im Gebet des Herrn: Geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, und wir bewiesen aus dem göttlichen Wort, dass der Name des Vaters sein göttliches Menschentum ist, und dass das Reich des Vaters dann kommt, wenn unmittelbar der Herr, und nicht wenn unmittelbar der Vater angegangen wird. Deshalb hat auch der Herr seinen Jüngern befohlen, das Reich Gottes zu predigen, und dieses ist das Reich Gottes.“ Als die Gegner das gehört hatten, erwiderten sie: „Ihr führt viele Stellen aus dem Wort Gottes an. Es mag sein, dass auch wir darin dergleichen gelesen haben, wir können uns aber dessen nicht entsinnen. So schlagt denn das Wort vor unseren Augen auf und lest jene Stellen daraus vor, vor allem darüber, dass das Reich des Vaters dann komme, wenn das Reich des Herrn kommt.“ Dann sagten sie zu den Kindern: „Bringt das Wort hierher.“ Als das geschehen war, lasen wir daraus die folgenden Stellen vor:

„Nachdem Johannes überantwortet war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe.“ (Markus 1:14 f.; Matthaeus 3:2) „Jesus selbst predigte das Evangelium des Reiches und dass das Reich der Himmel nahe herbeigekommen sei.“ (Matthaeus 4:17, 23; 9:35) „Jesus gebot den Jüngern, das Reich Gottes zu predigen und zu verkündigen.“ (Markus 16:15; Lukas 8:1, 9:60)6.

Das Reich Gottes, das verkündigt wurde, war das Reich des Herrn, somit das Reich des Vaters. Dies ergibt sich aus folgendem:

„Der Vater … hat alles in die Hand des Sohnes gegeben.“ (Johannes 3:35) „Der Vater hat dem Sohn Macht über alles Fleisch gegeben.“ (Johannes 17:2) „Alles ist mir übergeben worden vom Vater.“ (Matthaeus 11:27) „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Matthaeus 28:18)7.

Darüber hinaus unterrichteten wir sie aus dem Wort Gottes, dass der Herr nicht nur deshalb in die Welt kam, um Engel und Menschen zu erlösen, sondern auch damit sie durch ihn und in ihm mit Gott dem Vater vereinigt würden; lehrte er doch, „dass jene, die an ihn glauben, in ihm seien und er in ihnen“ (Johannes 6:56; 14:20; 15:4 f.)

Als sie dies hörten, fragten sie: „Wie kann also euer Herr Vater genannt werden?“ Wir sagten: „Auf Grund der soeben gelesenen Stellen und auch aus den folgenden:

‚Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, … und sein Name wird genannt … Gott, Held, Vater der Ewigkeit.‘ (Jesaja 9:5) ‚Du bist unser Vater; denn Abraham weiß nichts von uns und Israel erkennt uns nicht. Du, Jehovah, bist unser Vater, unser Erlöser; von Ewigkeit ist dein Name.‘ (Jesaja 63:16)

Und sagte er nicht zu Philippus, als dieser den Vater sehen wollte: „ … du kennest mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ (Johannes 14:9; 12:45) Wer anders ist dann der Vater, als der, den Philippus mit seinen Augen sah? Hier fügten wir noch hinzu: „In der gesamten christlichen Welt sagt man, die Angehörigen der Kirche bildeten den Leib Christi und seien in seinem Leib. Wie könnte sich da ein Glied der Kirche an Gott Vater anders als durch ihn wenden, zu dessen Leib es gehört? Es müsste sich ja sonst, um ihm nahen zu können, zuvor aus dem Leib Christi herauslösen.“ Schließlich belehrten wir sie, dass der Herr zur Zeit eine neue Kirche gründet, die unter dem Neuen Jerusalem in der Offenbarung zu verstehen ist, eine Kirche, in der wie im Himmel der Herr allein angebetet werden wird, und dass auf diese Weise sich alles erfüllen werde, was im Gebet des Herrn von Anfang bis zu Ende enthalten ist. All dies begründeten wir aus dem göttlichen Wort, wie es sich bei den Evangelisten und Propheten findet sowie aus der Offenbarung, die von Anfang bis Ende von dieser Kirche handelt. Es waren so viele Stellen, dass sie vom Zuhören müde wurden.

Die Harmageddon-Männer hörten aber mit solchem Unwillen zu, dass sie immer wieder versuchten, unsere Rede zu unterbrechen. Schließlich gelang es ihnen auch, und sie schrien: „Ihr habt wider die Lehre unserer Kirche gesprochen, wonach man sich unmittelbar an Gott den Vater wenden und an ihn glauben solle. Ihr habt euch also einer Verletzung unseres Glaubens schuldig gemacht. Verlasst daher diesen Ort, wenn ihr nicht hinausgeworfen werden wollt.“ Und ihre Gemüter hatten sich dermaßen erhitzt, dass sie wirklich Anstalten trafen, ihre Drohungen in die Tat umzusetzen. In diesem Augenblick aber schlugen wir sie vermöge der uns verliehenen Gewalt mit Blindheit, worauf sie hinausstürmten und alle durcheinander liefen, ohne uns zu sehen. Einige aber fielen in jenen Abgrund, von dem in der Offenbarung (Offenbarung 9:2) die Rede ist. Dieser befindet sich in einer Gegend im Südosten, wo sich diejenigen aufhalten, welche die Rechtfertigung durch den Glauben allein begründen. Jene unter ihnen, die diesen Glauben aus dem Wort begründen, werden in eine Wüste ausgewiesen, in der sie bis ans äußerste Ende der christlichen Welt schweifen und sich mit den Heiden vermengen.

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Footnotes:

1. Volk von riesenhaftem Wuchs, vergleiche 5 Mose 9:2.

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Inbound References:

Wahre Christliche Religion 116


   Parallel Passages:

Apocalypse Revealed 839

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